»Show – Far.«

2019

 

Gottfried  arbeitet zur Zeit an der Fertigstellung des Buches ›Heute ist es nur ein Baum‹1 welches durch die Deutsche Botschaft Bukarest gefördert wird. Das Erscheinungsdatum ist für den April 2019 geplant. Der Katalog des Gemeinschaftsprojektes ›cultural clash nomade‹1 steht für 2019 zur Publikation an.

Das ensó–Album ›spoon‹ wurde verschoben und ist für 2019 in Produktion.

ensó spoon

2019 wird utopmania est.2001 erwachsen und darf endlich all das machen, was Volljährige so tun. So steht die verlegerische Tätigkeit mit der edition.utopmania neu im Fokus. Neuerscheinungen und alte Arbeiten werden peu à peu vereinheitlicht. Das Konvolut ›Werkverzeichnung‹ und das Buch ›Studien I‹ werden für 2019 vorbereitet. Und sobald die beiden fertig sind, schließt sich dann endlich ›touch:totem‹ an.

Zu den editorischen Schwerpunkten der edition.utopmania zählen Dokumentationen und Kataloge, Künstlerbücher und Kleinstauflagen sowie Erprobungen grafischer Produkte — analog als gedruckte Auflagen sowie im digital publishing Bereich. Künstlerische Schwerpunkte liegen in der spielerischen Befragung des Mediums Buch, der Einbeziehung zirkulärer, selbstreferenzieller und chaotischer Systeme, Verbindungen zwischen Figur und Zeichen sowie dem Bild in seiner Eigenständigkeit und post–narrativen Selbstverwirklichung. Ungefähr so, aber wirklich ganz anders.

Gottfried versucht immer noch seine Seele höchstbietend zu verkaufen.

ensó spoon ensó spoon

»Alles ändert sich, ändert sich nichts.«

2018

 

Nach einem langen warmen Sommer, dachte Gottfried im Winter wieder über ›KYRA‹1 nach. Zum Jahresende 2018 versammelte sich erneut das ganze Team von ›a film by‹1 um eine wirklich endgültige Director's Remastered Collectors' Special Pre–Ultimate Collection Edition herauszubringen; diesmal sogar mit Untertiteln.

a film by

 

»Mehr noch weniger als genug.«

2018

 

Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 und im Rahmen von #EuropeForCulture fand von Mai bis Dezember 2018, das im Herbst 2017 begonnene Projekt ›#bagavound‹ mit zahlreichen Kooperationspartnern unter dem Arbeitstitel ›DÆTA‹1 vor Ort eine Fortsetzung. Das Projekt taucht in die Welt der Sammelleidenschaft ein, erforscht Motive und vereint diese zu einem soziokulturell–künstlerischen Projekt. Mithilfe von Fotografie, Ton– und Filmaufnahmen wird die geschichtliche Besonderheit als auch das Wissen der EinwohnerInnen in Form einer Ausstellung und einer Präsentation reflektiert. Kontinuierlich wird ein Archiv angelegt, welchem eine gedruckte Publikation1 folgt.

Der Katalog zu dem Ausstellungsprojekt im Rahmen des 250 jährigen Jubiläums der HGB ›2.5.0. Object is Meditation and Poetry …‹1 wurde Ende Juni 2018 in der Galerie der HGB vorgestellt. Die Reihe digitaler ›KRITZL‹1-Zeichnungen ab Anfang 2018 als Stream.

 

»Eine Weggefährtin.«

2017

 

Zum Abschluß des Jahres 2017 versuchte Gottfried sich unter dem Motto Texte zu Gedanken1 einfach einseitig selbst zu erzählen, überlegte wohin die wohl längste Domain1 des Universums zwischenzeitlich führen soll und suchte nebenbei nach einer Institution um seinem geplanten Promotionsvorhaben ›Zur Ethik des Zeigens‹1 den geeigneten Raum zu geben.

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»Nach langer Überlegung.«

2017

 

Ist die Beschreibung eine Vorstufe zur Erklärung? Vieles von dem was aus Gedanken, Wörtern oder Sprüchen über die Zeit hin in Bildern sichtbar wurde und über Umwege sichtbar bleibt, wird wieder mit Wörtern vernebelt. Wenn Gedanken wie Wolken sind, sind Bilder wie Regen. Ein nasser Hund schüttelt sich.

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»Die genaue Geschichte ist für das Bleiben unerheblich.«

2017

 

Gottfried setzte 2017 die Reihe digitaler Fingerzeichnungen KRITZL1 fort. Enstanden ab ungefähr 2012 auf Displays mobiler Geräte, zeugen sie von Einfachheit, Spontaneität, Langeweile, Frust und Wiederholung und sind digital verkümmerte Pendants der parallel geführten Ansammlung loser Blätter. An eine andere Form der Beobachtung erinnert die Textarbeit ›New New Work‹1, welche eine Erweiterung von ›Die Arbeit‹1 darstellt.

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»Einen Sinn finden reicht.«

2017

 

Ende September 2017 ist Gottfried in Deta, Rumänien angekommen und verbrachte den Herbst auf dem Banater Land um das im Juli begonnene Reise– und Rechercheprojekt ›#bagavound‹1 vor Ort abzuschließen. Ein erzählerischer Spaziergang entlang charakteristischer Punkte der Kleinstadt Deta verband den laufenden Flair von ›#bagavound‹1 mit einer lokal–spezifischen Abschlußausstellung. In Form einer öffentlichen auditiven Raumerforschung und punktuellen Intervention innerhalb privater Räume wurden Spuren der Vergangenheit und Embleme der Gegenwart, Subjektivität und Intimität, sowie öffentliche Bereiche der Gemeinschaft zu einem künstlerischen Rundgang verdichtet, welcher die historischen multi–ethnischen sowie multi–kulturellen Charakteristiken des Ortes widerspiegelte. Gerahmt wurde das ›Ringel‹1 durch ein kuratiertes Filmprogramm am Abend.

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»Ganz genau nichts zu tun haben.«

2017

 

Die Zusammenstellung von 2015 begonnenen Sammlungen loser ›Aphorismen‹1 sowie das mediale Protokoll ›For War/Die große Flucht‹1 wurden ebenfals September 2017 veröffentlicht.

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»Weil man sich verliert.«

2017

 

Eine Richtungsänderung im Sommer 2017 führte dazu, daß Gottfried Binder als #bagavound1 mit seinem Pseudonym ›Erich Weisz‹1 und seiner Hündin Kira zu Fuß nach Hause in sein Geburtsdorf Deta, Rumänien unterwegs war. Die dreimonatige Wanderung begann als Pilgerung auf dem Jakobsweg von Dresden nach Nürnberg und endete mit der Entscheidung, gen östliches Europa abzubiegen. Endlich machen die Hosen in die Socken wirklich Sinn.

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»Das ist prägend.«

2017–16

 

Unmittelbar davor lernte er von 2016–2017 als Lehrkraft für Kunst und Ethik an einer Dresdener Mittelschule nicht zu lehren. Ganz sicher nicht in Sachsen. Als Resultat dieses einjährigen Seiteneinblicks, bleibt der ›NBD – Nachbereitungsdienst‹1, ein persönliches Archiv fragmentarischer Skizzen zu Gesten des Zeigens, den Alltag der öffentlichen Lehre und schulischen Verwaltung widerspiegelnd. Inklusive einer Sammlung von geordneten Anweisungen und diversen SchülerInnenarbeiten.

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»Realität durch Verhältnisse definiert.«

2016

 

Ein Tag vor dem fünzehnjährigen Jahrestag der Ereignisse vom 11. September 2001, veröffentlichte Gottfried Binder am 10.09.2016 die Sammlung ›rem-sept-ember‹1, eine dramaturgisch bearbeitete Zusammenstellung von – ursprünglich am Dienstag plus des Folgetages – auf MiniDisc aufgenommenen Medienberichten des deutschen Fernsehens sowie des Londoner Lokalradios. Die Audioaufnahmen reflektieren die Stimmung und mediale Narration eines noch Vor–Internet–Zeitalters und geben Einblick in die sich entwickelnden Paradigmen einer sich verändernden Medienlandschaft, welche zum heutigen Standard der fetischisierten Berichterstattungen geworden sind. Eine gemischte Ansammlung aus Unterhaltung, Übertreibung, Schock und objektiven Informationen innerhalb des Stroms der sogenannten Breaking News, des medial kommunizierten Terrors, der Strategien der Ablenkung und der empathischen Beruhigung. Diese retrospektiven Dokumente sind ebenso Grundlage des 2007 entstandenen experimentellen Films ›ENSÓ‹1 und der dazugehörigen Audioalben ›prisma‹ von 2005, ›new album‹1 von 2010 und ›WT44_27‹ von 2013.

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»Es irgendwie schaffen.«

2016

 

Vor dem Umzug nach Dresden, lebte Gottfried von 2016 bis 2002 gerne an unterschiedlichen Orten in Leipzig, Sachsen. Während dieser Zeit absolvierte er ein Magisterstudium (Philosophie und Kunstgeschichte) an der Universität und ein Diplom (Medienkunst) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst – letzteres 2015 realisiert, ersteres 2011 abgeschlossen. Neben nationalen und internationalen Ausstellungen und zahlreichen Beteiligungen an künstlerischen Projekten, engagierte er sich in der studentischen Selbstorganisation, war wissenschaftlicher Hochschulmitarbeiter, Gestalter diverser Bücher, Plakate sowie Kataloge und zuletzt in Leipzig bis 2016 als freier Dozent, Kurator und Verleger tätig. Zuvor war Gottfried bemüht eine Karriere als Nach–Dem–Kinofilm–Interviewer, Klausuraufsicht, Garderobier und Türaufhalter, Lager– und Versandmitarbeiter, Buchlayouter, Autoputzer, Nachtwärter, Museumsaufsicht, Behindertenpfleger, Systemgastronom, Zeitungsausträger sowie Melonenträger anzustreben. Er wurde stattdessen Philosoph und Künstler.

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»Ein Mitarbeiter = ausreichend.«

2016

 

In seiner philosophischen Magisterarbeit Vom Alltag zur Philosophie. Beschreibung einer Parabel1 befragte er ganz akademisch den Zusammenhang universeller Epistemologie und Alltagsfragen. ›KYRA‹, der unter cineastischen Aspekten autonom realisierte experimentelle Diplomfilm , kreiste in der Julihitze des Sommers 2015 um spielerische Selbstbehauptungsstrategien zeitgenössischer Kunst und wurde durch das ihm vorhergehende, schriftliche Pendant dis≠play≈er1 theoretisch gerahmt.

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»Dann fährst Du nur Taxi und lebst im Hotel.«

2016

 

Nachdem er zuerst 2007 in Erscheinung trat, dann einige Jahre im Untergrund unerkannt nichts machte, immigiert sich ›Erich Weisz‹1 an einem Nachmittag im Mai 2016 höchstpersönlich an einem Bürotisch im Leipziger Rathaus überraschend selbst als legaler Bürger unserer Welt und vagabundiert seitdem mit seinem Alias1 umher.

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»Ein Umzug.«

2016–15

 

Im Zusammenhang mit der langjährigen Arbeit am Schauspiel Leipzig entstand zur Buchmesse Leipzig 2016 das Künstlerbuch ›–vers‹1, welches von März bis Juni im Zwischenfoyer des Schauspielhauses als multimediale Installation hintergründig präsentiert wurde. ›–vers‹1 beobachtete aus diversen Blickwinkeln spontan eine opake Membran zwischen fiktiver Realität und realer Fiktion innerhalb theatralischer Kulissen und Räume und befragte die Grenzen von vermeintlicher Wirklichkeit und gemeinter Inszenierung. Zwischenzeitlich war Gottfried Binder an der Mitbegründung der Künstlergruppe situation room‹1 beteiligt, welche er aufgrund von intensiven Diplomvorbereitungen während dieses Zeitraumes verließ. Nach dem Diplom sichtete Gottfried alte Bilder und stellte diese 2015 im Buch ›Collection #1‹1 zusammen.

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»Guck mal, frische Sonne!«

2015

 

Anläßlich ihres 250–jährigen Jubiläums versammelte die HGB Werke von mehr als 70 internationalen Künstlern und Künstlerinnen aus dem Umfeld der Leipziger Kunstakademie im Grassimuseum für Angewandte Kunst in Leipzig. April bis Juni 2015 fand dort die Gemeinschaftsausstellung ›2.5.0. Object is Meditation and Poetry …‹1 statt, welche das in Italien entstandene Künstlerbuch ›VIA‹1 sowie das Video ›roma protokoll‹1 im Rahmen einer Installation letzmalig kontextbezogen neu präsentierte. Das Buch ›VIA‹1 wurde im gleichen Jahr ebenfalls zur Buchmesse Leipzig gezeigt.

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»Du ich und, ganz am Anfang.«

2015

 

An einem heißen Julivormittag des Jahres 2015 flimmerte ab genau 9 Uhr im kühl-dunklen Saal des LURU–Kinos auf dem Spinnereigelände in Leipzig, der ungefähr 16 Minuten lange Director's Cut von Gottfried Binders Diplomfilm ›KYRA (a.k.a. a film by)‹1 auf der Leinwand. Auf einem handelsüblichen Computer, als sich stets überlagerndes Screenpcapture gefilmt und ausschließlich mit den systemeigenen Standard–Schneide– und Bearbeitungswerkzeugen narativ montiert, erzählt der experimentelle Film bewußt reduziert, aber unnötig lange, in einer hypnotischen Überlagerung von Tönen und Bildern von digitaler Abstraktion, Aktion und Reaktion, zirkulärer Veränderung, dem auto–generativen Verhältnis von unterschiedlichen Kategorien von Bildern und der spielerischen Autonomie eines künstlerischen Schaffensprozesses. Entstanden aus dem Ausprobieren einer neugekauften Fotodigitalkamera und dem Posieren seines Hundes zum Zwecke eines Testbildes. Etwas mit Kreisen und weiter und so weiter.

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»Sammeln gehört zum guten Ton.«

2014

 

Als Fortsetzung der Gemeinschaftsaustellung ›INTIMATE‹1 wurde 2014 die dazugehörige Edition mit dem Beitrag ›VOID 4/4‹1 konzipiert und in der Galerie Eigen+Art Leipzig performativ veröffentlicht. Mit der von ihm graphisch mitgestalteten ›Edition INTIMATE‹1 übersetzen die beteiligten Künstlerinnen und Künstler den temporären White Cube der Galerie in eine zeit– und raumspezifische Form. Die Edition in Gestaltung einer grauen Kassette, enthält miniaturisierte Versionen der zuvor ausgestellten Werke, welche eine noch intimere und nähere Beziehung der Betrachter einfordert, als es die ausgestellten Werke1 selbst taten. Mit dem Beitrag ›VOID 4/4‹1 thematisierte Gottfried Binder ebensolche Wechselwirkungen der Kunstrezeption und stellte Fragen an die Reproduzierbarkeit und Kommerzialisierung von Kunst innerhalb bestimmter Märkte. Im Rahmen der ein Jahr davor stattgefundenen Gemeinschaftsausstellung ›INTIMATE‹1 in der Galerie Eigen+Art Leipzig, zeigte Gottfried 2013 ›VOID 2/4‹1, eine verkapselte Rauminstallation in der Büroetage der Galerie mit dazugehörigem klassischem Künstlerbuch sowie digitalem Archivkompendium. ›VOID 2/4‹1 beschreibt die zweite Etappe eines bizarr anmutenden Zufalls: Eine heruntergeladene HD-Version der extrahierten BluRay-Datei des Films Enter The Void‹ von Gaspar Noé war der Ursprung einer zunächst digitalen Metamorphose. Durch die erneute Konvertierung dieser Filmdatei in ein DVD/CD-R Master Image (für das spätere Brennen als reguläre DVD gedacht), kam an einer bestimmten Stelle des Films ein überraschendes Phänomen zum Vorschein.
Scheinbar (im sprichtwörtlichen Sinn als "Erscheinung" gemeint) – und mittels Bild und Tonspur1 direkt nachvollziehbar – führte eine unbekannte Ursache dazu, daß anstelle der im Film gezeigten Nachtodesszene mit langem Schwarzbild davor, diese vollkommen durch ein einziges Standbild (der letzte Blick des Protagonisten vor seinem Tod) und einem pulsierenden Tonarrangement ersetzt wurde. Im Rahmen der Ausstellung ›INTIMATE‹1 konnten selbst angefertigte Hefte des ›Tibetanischen Totenbuches‹ in Englischer Sprache gegen eine Spende mitgenommen werden. Der Erlös wurde den Betreibern der Plattform The Pirate Bay gespendet. Die Besucher konnten während der Öffnungszeiten an einem Schreibtisch im Büro der Galerie mit einem bereitgestellten (und für dieses Projekt von ehemaligen Arbeitsdokumenten der Galerie bereinigten) Computer das Projekt erfahren, dort arbeiten und Einsicht in die Recherchematerialien nehmen. Nicht zufällig war die Installation eine symmetrische Spiegelung der realen Arbeitssituation der Galerie (Tisch, Stühle, iMac, Dokumente); Sie symbolisierte auch die permanente Möglichkeit der Besucher, in die sonst hermetischen Galerieräume völlig barierefrei einzudringen und dort — so wie es der "zufällige virale Fehler" in der Videodatei auch tat — aus dem Inneren heraus zu wirken. ›VOID 2/4‹1 thematisiert durch den performativen Kreislauf den Umgang mit geistigem Eigentum, stellt die Frage nach Individualität, Identität, Konntrollverlust, befragt Regeln der Kreativität und Reproduzierbarkeit von Werten – allgemein gesprochen. Im besten Fall erzwingen diese Ausgangsbedingungen eine jeweils individuelle Haltung zu und eine Reflexion über die Bedingungen zeitgenössischer Zirkulation kultureller Werte.

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»Doch: so ist es.«

2014

 

Mit der Performance ›best boy‹1 steuerte Gottfried Binder 2014 eine Ansammlung hintergründiger Prothesenhandlungen und die Möglichkeit einer Tauschhandlung zu der Gemeinschaftsausstellung ›Intershop‹ in der GfZK (Galerie für Zeitgenössische Kunst) in Leipzig bei. Im Januar 2014 arbeiteten eine Woche lang zwei Hochschulen und fünf Kulturinstitutionen mit drei Choreografen, dreizehn Tänzern und sieben Medienkünstlern in zwei Aufführungsräumen zu den Themen Stadt und öffentlicher Raum, Gemeinschaft und Fremdsein, Fortwollen und Dableiben zusammen. Auftakt für das Kooperationsprojekt INTERSHOPCAMP1, des Leipziger Balletts der Oper Leipzig mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst, dem Schauspiel Leipzig, der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) und der Hochschule für Musik und Theater (HMT), war der Eröffnunsgabend in der Galerie für zeitgenössische Kunst. Eine Woche lang richteten Choreografen, Tänzer, Videokünstler und Elektronikmusiker in den Räumlichkeiten der Galerie ein Camp ein. Die "Artists in Residence" entwickelten gemeinsam ein Stück, das gleichermaßen als Installation, Sound Sculpture und Tanz–Performance funktionierte und die gängigen Produktionsweisen im Atelier oder Ballettstudio sprengte. Während dieser Woche konnten Besucher sich einen ersten Eindruck verschaffen und Künstler treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Ausgehend von den szenischen Settings typischer Filme Jaques Tatis', wurden die, durch dysfunktionale urbane Architektur bestimmten Spielräume seiner BewohnerInnen auf der einen Seite und die vage, stets neu zu definierende Rolle des ›best boy‹ einer jeglichen Produktion kombiniert: der Platzhalter, das Mädchen für Alles, Teil des Ganzen, doch verborgen. Unterschiedliche Modalitäten dieser Rolle fügten sich wie eine Folie unter, über oder neben inszenierte Handlungen.

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»Eine Umsetzung vornehmen.«

2014

 

Mit ›The 99 Most Ultimate Definitive Best and Very Best Greatest Hits Vol. 1‹1 und ›a sequence collection effort - samples r2014‹ sowie ›PS7-8-00063‹1 (aus der Serie ›rescue recoveries‹1) beteiligte sich Gottfried im Rahmen des Rundganges im Februar 2014 letztmalig als Student an einer Ausstellung innerhalb der Räume seiner Hochschule.

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»Schnell etwas unterbringen.«

2013

 

Zum Abschluß des Jahres 2013 lud Gottfried alle ein, sich an ›Dem Wettbewerb‹1 zu beteiligen und diesen zu gewinnen.

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»Anschließen und paßt nicht.«

2013

 

Im Oktober und November 2013 fand das experimentelle Film– und Videofestival ›extra – experimental trails‹1 zum zweiten Mal in Leipzig statt, bevor es sich eine Auszeit bis 20231 genommen hat. Das Festival fand in seiner zweiten, erweiterten Ausgabe im Leipziger Programmkino Cineding statt und wurde von einer Ausstellung im D21 Kunstraum begeleitet, mit welcher die Möglichkeiten und Grenzen des Ausstellens von Filmen und Videos installativ befragt und künstlerisch erforscht wurden. Die Vorführungen im Cineding hingegen waren ein Bekenntnis zum traditionellen Kinoraum, zur ihm noch immer innewohnenden Mystik, zu der sozialen Erfahrung die durch ihn ermöglicht wird. Das Festival wurde gerahmt von zahlreichen Künstlergesprächen, darunter mit dem Filmemacher Lutz Dammbeck sowie einem audiovisuellen Konzert. Das Festival bot neuen filmischen Sichtweisen eine offene und zeitgenössische Diskussions- und Ausstellungsplattform in Leipzig. Es stand für außergewöhnliche Filme und Videos sowie für kontroverse Diskurse über die experimentelle Filmkunstszene.

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»Ganz leicht, ganz berühmt.«

2013

 

Im Spätsommer 2013 fand das internationale Reiseprojekt ›cultural clash nomade‹1 statt. Junge KünsterInnen aus Deutschland und der Schweiz präsentierten aktuelle Auseinandersetzungen zu einem in Bewegung geratenen Verständnis von kultureller Identität. Die künstlerischen Arbeiten wurden dabei ganz im Sinne des Wandercharakters in Zelten und Wohnwagen installiert. Mit der ausschließlich im eigenen Wohnmobil vor Ort auf der Schreibmaschine angefertigten Arbeit ›trip/träume‹1 tourte Gottfried im Konvio von Leipzig, Nordhausen, Frankfurt/Main nach Ludwigshafen, über Strasbourg nach Frankreich bis nach Genf in die Schweiz. Dort fand September 2013 die gemeinsame Abschlußausstellung des Projektes in der Galerie Duplex statt. Während die Wägen an ihren Plätzen ruhten hatte man Zugriff auf die Träume eines Reisenden. Wie poetisch sich das anhören mag. Gottfrieds verschriftliche Träume konnten in den verschiedenen Fahrerkabinen als Typoskripte eingesehen werden. In unregelmäßigen Abständen – wechselnd von täglichen Nachrichten bis hin zu längeren Tageskompilationen – wurden diese in den Räumen der Wägen hinterlasssen.

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»Kennen Sie das noch?«

2013

 

Mit der Serie ›home, via, kiff‹1 beteiligte sich Gottfried Binder 2013 am ›Gyeongnam International Photography Festival‹1 in Gyeongnam, Süd–Korea als auch an der dazugehörigen Katalogpublikation. Als ehemaliger Teilnehmer von springhouse übernahm Gottfried im selben Jahr die Kataloggestaltung und Produktion der Publikation springhouse 2011-20131, welche im Haus H in Dresden anläßlich der Ausstellungseröffnung als limitierte Auflage veröffentlicht wurde. 2013 wurden das Künstlerbuch ›VIA‹1, das Video ›roma protokoll‹1 sowie das Magazin ›NUOVA‹1 im Atelierfrankfurt im Rahmen der Ausstellung Viaggio in Italia – Italienische Reise erneut präsentiert.

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»Das wäre dann etwas anderes ganz wichtiges.«

2013

 

Im Mai 2013 beteiligte sich Gottfried Binder auf Einladung im Heibronner mobilat mit Screenings aus ›a sequence effort collection‹1 an dem Betonbruch1 Festival und erprobte sich gleichzeitig literarisch im Vortragen seiner verschriftlichten Traumaufzeichnungen. Während dieser Zeit lenkte sich der Fokus seiner Arbeiten zunehmend auf das Medium Text und Sprache und auf reduzierte, minimierte Medien. Im selben Jahr intensivierte Gottfried seine Auseinandersetzung mit dem Medium des Schreibens und zugleich seinen eigenen biographischen Wurzeln: in diesem Kontext erarbeitete er eine Einladung an die Literaturnobelpreisträgerin ›Herta Müller als möglicher Gast: Ein Eindruck zum Kennenlernen‹1, welche aus einem Nachbardorf im rumänischen Banat stammt. Kleine und kurze Beobachtungen aus dem Alltag lieferten die anfängliche Grundlage für seine 2017 veröffentlichte Sammlung von ›Aphorismen‹1.

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»Die Chance besteht schon.«

2013

 

Als reines dramaturgisch verdichtetes Textprotokoll der verbalen Diskussionen und Debatten im Rahmen der Präsentationen und Kritik von Kunstwerken, entstand 2013 ›Die Arbeit‹1. Sie behandelt die Situation der heutigen Kunsterziehung, ihrer Praktiken und Strategien. Basierend auf einer typisierten Analyse, bestand ›Die Arbeit‹1 aus individuellen Wörtern und Satzkonstruktionen aus real stattgefundenen Konversationen über Kunst. Wie findet kunsttheoretischer Diskurs heute statt? Was sind die Kriterien für Kritik? Inwieweit kann eine künstlerische Arbeit analysiert werden? Besteht die Notwendigkeit, Kunst mittels verbaler Sprache zu erklären oder lenkt der theoretische Diskurs vom Kern der Kunstwerke rhetorisch geschickt ab? Wie funktioniert heutige Kunstreflektion und Kommunikation in der Welt? Im Rundgang des darauffolgenden Jahres wurde im Februar ›Die Arbeit‹1 durch die Klasse Intermedia unter dem Titel ›Eine Arbeit‹1 raumspezifisch als Installation übertragen und durch Audiospuren ergänzt.

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»Eine wirkliche Fläche.«

2013

 

Als indirektes Ergebnis eines zweisemestrigen Atelierstipendiums der HGB und einer vom hausinternen audiovisuellen Labor initierten Projektförderung im Europäischen Zentrum der Künste Dresden, Hellerau, enstand im Oktober zum 2013 stattgefundenen Medienfestival cynetart – international festival for computer based art die 24–stündige Videokollage ›stream‹1, welche in einem Container außerhalb des Festspielhauses als begehbare Projektion gezeigt wurde. Als ZuschauerIn konnte man sich in die digitalen Projektionen eines Screencaptures hineinbegeben und den vermeintlich zeitgleich stattgefundenen Aktionen eines anonymen Akteurs Zeuge werden. Grenzen subjektiver Wahrnehmung und Erwartungshaltungen, der Verhältnisse von Innen und Außen als auch der faktischen Objektivität des digital Gezeigten wurden mittels Zeit, Fokus, Fehlern, Schnitten und Übergängen filmisch demonstriert. Im selben Jahr begann aufgrund des Ergebnisses eines techno–spirituellen Zufalles das mehrteilige Projekt ›Exit "Enter The Void" / VOID 1–4‹1 Gestalt anzunehmen.

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»Kein Anspruch, leider.«

2012

 

Als Fortsetzung und Erweiterung des im kunstgeschichtlichen Kontextes ab 2006 initiierten Projektes ›FILMCLUB‹1 bildete sich an der HGB 2012 die studentische Initiative ›FILZ‹1 welche in Form eines Diskursraumes zum Thema Film und Kunst Projektvorstellungen, Screenings sowie Workshops anbot und an deren Gründung und inhaltlicher Ausrichtung Gottfried maßgebend beteiligt war. Künstlerischer Film behauptet sich irgendwo zwischen den Schlagworten Dokumentar– und Experimentalfilm, neben Cinéma Vérité und Essayfilm, hinter Spiel– und vor Kurzfilm, schräg von Video– und nahe Filmkunst. Die Videokamera ist nach Bergson eine Zeitkristallisationsmaschine – sie erlaubt es über Dimensionen wie Zeit, Raum und individueller Persönlichkeit neu zu verhandeln, und übernimmt die Funktion eines Gedächtnisses. Vielleicht hat sie auch deshalb eine große Macht auf die Sensibilisierung von Menschen. Im Rahmen der Veranstaltungen wurde gemeinsam über die Variationen von Filmen gesprochen, studentische Projekte involviert und ein einmaliges Forum für das Medium an der Leipziger Hochschule etabliert. Es stellte keine Verlängerung des universitären Klassen–Plenums dar, sondern einen eigenständigen zeitkritischen und medienspezifischen Exkurs, mittels dem ein profunder Austausch ermöglicht wurde. Vorträge sowie Workshops von bzw. mit Experten waren ebenso Programm, wie die Entwicklung von künstlerischen Strategien, um mit dem komplexen Medium eine zeitgenössische Auseinandersetzung etablieren zu können. Thematischer Vorgänger war das fachübergreifende und performative Rundgangsprojekt ›KI/NO‹. Enstanden aus der Protestbewegung anläßlich der von der Kultusministerkonferenz 2012 beschlossenen, weitgreifenden Kürzungen und Änderungen des Studiensystems und dessen folglichen Beschränkungen. Der sonst zum Rundgang der Hochschule regelmäßig zur Vorführung von Filmen bzw. Videos genutzte Raum sollte diesen Zweck nur zum Teil erfüllen: er blieb geschlossen. Deshalb wurden alle interessierten Studenten aufgerufen Arbeiten einzusenden. Als Ergebnis des Projektes entstand eine Publikation in Form eines Booklets mit dazugehöriger DVD der künstlerischen Einsendungen. Die durch Spenden eingebrachten Einnahmen und durch die zahlreichen persönlichen Gespräche gewonnen Erfahrungen, boten die Basis für die Gründung des Folgeprojektes ›FILZ‹, welches sich zum Ziel gesetzt hatte, an der Leipziger Hochschule ein beständiges und offenes Forum für Video und Film mit theoretischer als auch praktischer Ausrichtung zu etablieren. Als Assistent der DOK-Masterclass1 von Barbara Hammer vertiefte Gottfried Binder 2012 die zu diesem Zeitpunkt stattgefundene Spezialisierung auf Film– und Videokunst in einem akademischen Umfeld. Anfang des Jahres beteiligte sich Gottfried Binder an der Gemeinschaftsausstellung res obscura der Hochschule für Grafik und Buchkunst und veröffentlichte im Verlauf des Jahres im Künstlermagazin Geheimnis1 eine kleine S/W–Architekturfotoserie. Die Ausstellung res obscura1 sah sich als Versuch, eine Alternative zum Konzept des White Cube für das Ausstellen zeitgenössischer Kunst zu finden. Der Ausstellungsraum als Installation, dokumentierte den Versuch, öffentliche als auch private Aspekte zu vereinen. Der Raum verweigerte sich einer akribisch inszenierten Neutralität und war vielmehr durch das Zurschaustellen einer vielschichtigen Atmosphäre ein Körper verborgener Erinnerungen und kontextbezogener Erfahrungen.

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»Den Kopf des Monarchen als Motiv.«

2012

 

Im Rahmen des Dresdener Residencyprojektes springhouse1 zeigte Gottfried Binder 2012 den Essayfilm ›Eine Umwanderung entlang des Bitterfelder Weges. Über Umwege‹1 als Kinoprojektion in einer Hofgarage. Daneben wurden Ausdrucke digitaler Fingerzeichnungen präsentiert. Als Konsequenz der zunehmenden Fokussierung auf das Medium Film und Video, wurde Gottfried Binder von der Leipziger Galerie kub als Kurator des 2012 eigens von ihm konziperten experimentellen Filmfestivals ›extra – experimental trails‹ angefragt. Im Dezember 2012 war er Assistent der dritten Ausgabe des Festivals ›Avantgarde ist keine Strömung‹ der Reihe Experimentalfilm1 in Leipzig.

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»Genutzter Stauraum.«

2012

 

Angefangen während des Aufenthaltes 2008 in Italien wurden bis 2012 die Zeichenbücher Hi it's me1, How can this be different?1, 1,2,31, la sua casa1 und This Song's For You Girls1, welches 2013 in Privatbesitz überging, fertiggestellt.

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»Zeitgeist – Allegorie.«

2012

Das im Sommer 2008 in Rom enstandene Künstlerbuch ›VIA‹1 wurde zuerst 2012 in der Gemeinschaftsausstellung Viaggio in Italia – Italienische Reise1 in der Halle 12 auf dem Leipziger Spinnereigelände gezeigt. Inspiriert durch die lange Reisetradition Richtung Italien hinterfragte die Ausstellung das Thema der Grand Tour aus zeitgenössischem Blickwinkel. Die künstlerische Auseinandersetzung behandelte politisch und sozial relevante Themen, sowie Architekturgeschichte und Landschaftsbeobachtungen unserer postmodern geprägten Epoche.

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»Die Dämmerung danach.«

2011

 

Kurz vor Abschluß des Magisterstudiums 2011, bewarb1 sich Gottfried 2010 direkt für das Hauptstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und absolvierte dort bis 2015 ein Medienkunststudium in der Fachklasse Intermedia1 von Prof. Alba D'Urbano.

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»Im Detail hat man immer Recht: man taucht ein.«

2011

 

2011 enstand Inferno1, eine konzeptuelle Auseinandersetzung in Buchform mit Dantes Göttlicher Komödie.

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»Ein Tempel.«

2011

Die unter logischen Prämissen angefertigte Magisterarbeit ›Vom Alltag zur Philosophie. Beschreibung einer Parabel‹1 von 2011 beschreibt Alltagsfragen, bebildert Lücken narrativ und untersucht die Grenzen des objektiv Erzählbaren. »Was das Ganze mit Philosophie zu tun hat, wirst Du Dich sicherlich fragen. Ich kann Dir diese Frage nicht inhaltlich beantworten, aber es ist eine Abschlussarbeit im Fach Philosophie – insofern besteht eine direkte Verbindung. Du weißt ja sicherlich, dass so vieles von dem, was wir heute Philosophie nennen, früher ganz anderen Bereichen zugehörig war: zum Beispiel der Juristerei, der Mathematik, der Theologie oder der sogenannten Esoterik. Und heutzutage zählt man auch Werke der bildenden Kunst, Filme, Spiele oder Romane dazu. Manchmal reicht es ja schon, philosophische Ideen darin zu erkennen, um sie der Philosophie zugehörig zu meinen. Und manchmal ist es ganz anders herum: die Philosophie weiß über sich Bescheid, versucht sich aber hinter lyrischen oder bildnerischen Fassaden zu verstecken. Ist das nicht seltsam: Eine Abschlussarbeit in Philosophie, welche sich davon zu entfernen versucht?«1

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»Immer noch da.«

2011

 

Das Künstlerbuch ›NUOVA‹1 welches als Residuum des 2008 konziperten Ausstauschprojektes ›50/50‹ im Jahr 2011 in Leipzig publiziert werden konnte, wurde in Fankfurt/Main 2013, von 2013–2011 mehrmals an verschiedenen Orten in Leipzig und erstmalig 2011 in Berlin installativ präsentiert.1

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»Denken oder träumen.«

2011

 

In Leipzig setzte Gottfried Binder sein Magisterstudium an der Universität mit kurzen Unterbrechungen fort: Studiengangwechsel (Indologie als zweites Nebenfach weg), Krankheit 2009–2008, Auslandspraktikum in Rom 2008, Studierendenstreik 2003, diverse Jobs immer mal wieder. Mündlich schloß Gottfried das Philosophiestudium 2011 mit dem Thema ›Das Konzept der Identität im Kontext der Philosophie der Rastafari‹1 ab. Im Jahr 2010 beendete Gottfried mit der schriftlichen Arbeit ›Simone Martinis Monument für Beato Agostino Novello‹1 das kunstgeschichtliche Studium und ließ sich zu irgendeinem Thema im Bereich ›Filmtheorie‹1 abschließend mündlich prüfen.

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»Doch es ist gefährlich.«

2010

 

Genau drei Monate nach Beginn des neuen Jahres 2010 suchte sich in einer Zweizimmerwohnung im Leipziger Osten eine Mischlingshündin namens Kira Gottfried als ihren Begleiter aus. Dieser ist seither an ihrer Seite, meistens auf der Rechten, oftmals gar nicht seitlich sondern weit dahinter.

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»Reist man richtig, folgt man der Sonne.«

2009

 

Die selbstreferientielle philosophische Arbeit ›SR (ohne Titel)‹1 entstand 2009 infolge eines gedanklichen und lebenspraktischen Paradigmenwechsels; genau wie ›dis≠play≈er‹1 sechs Jahre später diplomatisch am selben Küchentisch, nur an einer anderen Adresse, vier Etagen höher. Einzig und allein zum Zweck des Scheinerwerbes bezeugten sie sich selbst. Die Lange Nacht der Wissenschaften1 2009 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum Leipzig (GWZ), bot die Möglichkeit die logisch–konzeptuelle Arbeit ›SR (ohne Titel)‹1 am Rande eines wissenschaftlichen Kolloqiums materiell überdimensionert als Papierdrucke zu zeigen. Die Beschäftigung mit logischen und selbstbezüglichen Strukturen resultierte im gleichen Jahr in einer Dokumentation eines selbstreferentiellen Vortrages, gehalten 2009 im Rahmen des fortgesetzten Workshops Schleifen in Kunst und Musik1 an der Humboldt–Universität Berlin. Der Vortragstext zu ›Ludwig Wittgenstein sagt …‹1 setzt sich auschließlich aus montierten, nicht gekürzten Fragmenten der Werke Ludwig Wittgensteins zusammen und fungiert gleichzeitig als autonomer Vortrag, Wittgensteins philosophische Gedanken widerspiegelnd.

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»Jeweils dann nachgeben.«

2009

 

Im Verlauf des Jahres 2009 entstanden die Theoriearbeiten Das Wissen über die Vergangenheit (Director's Cut)‹1, ›Über "Über die Malkunst"‹1, ›Giottos Ankunft. The Motion Picture‹1 sowie der Vortrag ›Das Bild als strategisches Mittel‹1 im Rahmen einer kunsthistorischen Vertiefung zu den Themen Filmtheorie und Bildwissenschaft. Ebenso wurde der bebilderte Essay ›Wo bleibt die Zeit?‹1 2009 im Rahmen eines Wettbewerbes als Buch veröffentlicht und das vom Spielfilm ›Being John Malkovitch‹ inspirierte Buch ›picturing vessels‹1 angefertigt.

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»Worte und Pause.«

2009

 

Anläßlich des Symposiums 50 Jahre Bitterfelder Weg1 im August 2009 im Kulturpalast Bitterfeld-Wolfen, wurde der im gleichen Jahr produzierte Essayfilm ›Eine Umwanderung entlang des Bitterfelder Weges. Über Umwege‹1 erstmalig aufgeführt. Der Film versuchte die Ansätze der politischen sowie künstlerischen Positionen der Nachkriegszeit in der DDR und der BRD zu beleuchten und sie in einen gemeinsamen Zusammenhang zu stellen. Großflächige politische Einflußnahme auf die Kulturwirtschaft, auf Künstlerzirkel und in den Fabriken der DDR auf der einen Seite und das zeitlich parallele Bestreben verschiedener Bewegungen, wie Fluxus in der bildenden Kunst, oder der Systemtheorie in der Soziologie in der Bundesrepublik, verschmelzen zu einem generellen gesellschaftlichen Anliegen. Der Film bediente sich hierbei öffentlich zugänglichen Materials und verzichtete fast ausschließlich auf selbst produziertes Material. Selsbtreferenzialität, Verschachtelung von Erzählebenen, die Thematisierung der Möglichkeiten bzw. Abhängigkeiten der Kunstproduktion, der politisch instrumentalisierten öffentlichen Kunst und nicht zuletzt der Umgang mit fremdem Eigentum im künstlerischen Schaffensprozeß, waren Anlaß, diese Art von Rückschau mittels eines Filmes zu visualisieren.

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»Als Verbindung zur Kindheit.«

2009

 

›caohom – a sequence selection effort‹1 enstand 2009 und dient als Plattform für Beobachtungen kurzer Videosequenzen, welche zum Zweck zukünftiger Zusammenstellungen gesammelt und archiviert werden. ›caohom‹1 produziert seitdem Medienkunst mit Fokus auf Kino, Film und Video.

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»Eher meine Gedanken.«

2008

 

Nach der Rückkehr aus Rom nach Leipzig, versuchte Gottfried Ende Oktober 2008 anscheinend auf eine Party1 zu gehen – genauer gesagt: mit dem Rad zu fahren. Er kam aber dort nie an und erinnert sich bis heute auch an nichts Besonderes. Alles war gut.

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»Vorfahren waren auch Sklaven.«

2008

 

Das künstlerische Austauschprojekt ›50/50‹1 wurde im Sommer 2008 im Rahmen eines DAAD–Stipendiums an der Accademia di Belle Arti di Roma konzipiert, konnte aber nicht wie geplant im ortsansässigen Goethe–Institut1 realisiert werden. Zusammen mit den eingeladenen Künstlerninnen und Künstlern entstand infolgedessen das Künstlerbuch ›NUOVA‹1, welches von der Kulturstiftung Sachsen1 2011 gefördert wurde und im Rahmen der Ausstellungen ›Viaggio in Italia – Italienische Reise‹1 in Frankfurt/Main 2013 und Leipzig 2012 wiederholt gezeigt wurde. ›NUOVA‹1 ist ein Schwarz–Weiß–Magazin welches die ewige Stadt Rom zum Thema hat: eine thematische Zusammenstellung von Büsten, gezähmten Pferden, Top–Modedesignern, Romantik und Architektur, Kino und Liebe. Die Zusammenstellung von Photographien, Plastiken und zweckentfremdeten Bilder lädt zur Erkundung der ineinandergreifenden Präsenz moderner Ruinen und antiker Zeiten Roms ein. ›NUOVA1 wurde in einer limitierten monochromen Offset–Auflage publiziert, begleitet von einer bunten und glänzenden Folie.

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»Doch nicht ruhig erwartend.«

2008

 

Während der Zeit in Italien enstanden diverse Zeichenbücher: 1,2,31, la sua casa1 und This Song's For You Girls1, sowie mit einer Minox–Kleinbildkamera aufgenommene Fotoserie und das Video ›roma protokoll‹1.

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»Sonst auch warten …«

2007

 

Am kunstgeschichtlichen Institut Leipzig befaßte sich Gottfried im Hauptstudium schwerpunktmäßig mit Bild– und Medientheorie. Entstanden sind 2007 die Arbeiten ›Bilder der Fremde‹1, sowie unter Anderem der Vortrag Alberti and Pino‹1.

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»Es geschafft, wie es regnet.«

2007

 

An der Humboldt–Universität Berlin nahm Gottfried 2007 auf Einladung mit dem Vortrag ›Eschers optische Illusionen‹1 an dem Kolloqium Schleifen in Kunst und Musik teil. Zuvor wurde sein experimenteller Film ›ENSÓ‹1 auf dem transvizualia festival in Gdynia/Danzig in Polen uraufgeführt. Der experimentelle Film ist die abschließende Verbildlichung eines Albums, das zwischen 2000 und 2004 unter dem Arbeitstitel ensó1 entstand. Die Mischung aus Radiosamples, Gitarrenriffs, elektronischen Beats, Synthesizern und Zufallsaufnahmen, die sich durch die 13 Titel1 von ›round:one‹ zieht, wird in der komplementären Videoarbeit von 2007 endgültig abgeschlossen. Jeder Titel wird durch psychedelisch-abstrakte und rhythmische Bilder begleitet, die nicht wie zu erwarten am Computer digital animiert oder gerendert wurden, sondern entsprechend dem Charakter des Albums, rein analog entstanden.
Thematisch changiert ›round:one‹1 zwischen sehr intimen Momenten, die von Mutter-Sohn-Konflikten und verzweifelten Welterklärungsmodellen (wissenschaftlicher als auch persönlicher Art) zeugen und triumphalen öffentlichen Machthymnen, die im Zusammenhang mit nine-eleven geäußert wurden. Eine Unterteilung des Werkes in einzelne Titel gibt es nicht – sie werden durch Rauschen (white noise) ineinander verwoben und übereinandergelegt, so daß sie einem zufälligen Empfang, in der Luft befindlicher Strömungen und Signale zu gleichen scheinen.
Die Betitelung spielt einerseits auf die Stellung des Werkes als erste Etappe innerhalb weiterer Alben an. Andererseits nimmt es konkret Bezug zu dem Titel des Projektes: ensó ist die japanische Bezeichnung für "Kreisform", die in der Tradition des Zen-Buddhismus eine tiefe symbolische Bedeutung hat. Der ensó-Kreis wird in schwarzer Tusche immer wieder mit einem einzigen fließenden Pinselstrich gezeichnet und soll so die allgemeinste natürliche Form des Daseins widerspiegeln. Die Website und die Gestaltung des Albums für die Band ›Sergeant Rosco‹1 erfolgte im gleichen Jahr.

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»Das Ende muß dann wenigstens echt sein.«

2007

 

Von März bis Mai 2007 wurde im Naturkundemuseum Leipzig die Ausstellung ›FELDER‹1 einem größeren Publikum gezeigt. Ein einziges großformatiges Schwarz–Weiß–Negativ – mittels 9x12–Planfilmkamera am Rande einer Landstraße in Frankreich entstanden – lieferte das Grundmotiv für die Reihe der gezeigten, digital bearbeiteten seriellen Landschaftskonstruktionen. Ausgehend von dieser Vorlage entstanden durch die Bearbeitung am Rechner neue imaginierte Versionen eines Blicks auf den gleichen Ausschnitt. Während das Einzelbild für sich noch genug Echtheit behaupten kann, mehrt sich mit jedem weiter hinzukommenden Bild der Zweifel an der Objektivität und Realität der unterschiedlichen ›FELDER‹. Das Naturkundemuseum Leipzig bot diesem Diskurs über Natürlichkeit und Konstruktion innerhalb einer raumspezifischen Ausstellung, sowie eines Workshops für Kinder und Jugendliche, einen anregenden und fruchtenden Rahmen. In Bezug zu Fragen der Reproduktion entstand 2007 die Miniserie ›scanner scans scanner‹, eine Analyse von zwei sich gegenseitig einscannenden Scannern und deren Bildern voneinander.

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»Ich hätte es selbst nicht gedacht.«

2007

 

›Erich Weisz‹'1 erstes inkognito Erscheinen war 2007 als Teil der Leipziger 24–Stunden–Ausstellung Kunst ist kein Spaß1. Er machte nichts.

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»Die Hand mischt ihr das Blatt.«

2007–06

 

Schwerpunkte wissenschaftlicher Arbeiten während des Studiums waren Bildtheorie, Film– und Medienwissenschaft sowie Einflüsse buddhistischer Lehren auf das Wirken praktischer Philosophie und Ethik. Am kunsthistorischen Institut war er von 2007 bis 2006 im – von ihm mitbegründeten und selbstorganisierten – ›FILMCLUB‹1 wöchentlich aktiv, organisierte und hielt gemeinsame Workshops1 zu filmrelevanten Themen. Die Film– und Videoreihe sollte Anregung sein, das Medium des Films oder der Bewegtbildarbeiten abseits der vorkategorisierten Schemata als würdiges Feld der kunstgeschichtlichen Auseinandersetzung im Auge zu behalten. Begleitet wurde der ›FILMCLUB‹ von zahlreichen Vorträgen zu den ausgewählten Filmen, zwei Publikationen sowie einem ›FILMCLUB Workshop‹1.

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»Ach, das ist keine Entschuldigung.«

2007

 

Während seines Studiums an der Universität Leipzig war Gottfried Binder 2006 als Gasthörer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst eingeschrieben. In diesem Zusammenhang war er mit der Serie ›FELDER‹1 an der Gemeinschaftsausstellung ›Werkraum‹1 in der Leipziger Spinnerei beteiligt. Im selben Jahr gründete er 2006 mit Kommilitonen der Hochschule ›Staniol‹1. Ein künstlerisches, nicht kommerzielles Magazin, welches als experimentelle Schnittstelle zwischen den Medien Internet und Buch definiert wurde: dies beinhaltete eine Internetseite und eine je zweimonatlich erscheinende gedruckte Magazinausgabe. Konzept war, eine real existierende Buchvorlage via Internet zu vertreiben und von verschiedenen KünstlerInnen bearbeiten zu lassen. Anschließend wurden die Ergebnisse redaktionell editiert und in das ursprüngliche Medium des Buches zurückgeführt.

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»Es gab keine Anzeichen.«

2006

 

Als Beitrag zur Gemeinschaftsausstellung ›Ich war noch niemals in New–York‹1 2006 auf der Zschochersche Strasse in Leipzig, zählt die Serie ›11 Freunde‹. Klassische Farbportraits von Personen aus dem privaten Umfeld mit dem jeweiligen Vornamen darunter, wurden als Aufkleber (stilistisch angelehnt an bekannte Sticker und Sammelalben) in hoher Auflage an häufig frequentierten Stellen im öffentlichen Raum ausgelegt und angebracht. Aufgenommen mit einer Planfilmkamera auf Schwarz–Weiß Großformatfilm und nachträglich digital handkolloriert, wurden die Portraits als Miniaturen in den öffentlichen Kreislauf gebracht. Thematisiert wurden Fragen nach Individualität und Indentifikation, wobei ironisch mit Mitteln der kommerziellen Repräsentationsmechanismen gespielt wurde. In thematischem Bezug zu Fragen der Kommerzialisierung von Kunst stellte Gottfried Binder 2006 in den Räumen der Leipziger Commerzbank sla/sh1 aus. An zahlreichen öden Nachmittagen unter Einfluß des deutschen Fernsehprogramms im Sommer 2006 enstanden die Bilder zu lazy afternoon1.

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»Ich dachte, ich vergaß etwas und es war mir egal. Doch hatte ich es noch zu Hause.«

2005

 

In der Bibliothek Georg–Maurer in Leipzig-Plagwitz fand 2005 die Ausstellung plan–stadt–platte1, eine orts– und raumspezifische photographische Bestandsaufnahme des Leipziger Stadtteils Grünau statt. Eine im Sommer 2004 als Resultat der gleichnamigen theoretischen Arbeit über das Phänomen der sogenannten Planstadtsiedlungen und schrumpfender Städte am Beispiel der Grünauer Pheripherie und ihrer typischen Architektur im Rahmen des Projektes Kunst-Kommunikation1 an der Universität Leipzig, enstandene Bilderserie sich im Rückzug befindender Plattenbauten und deren typischer Interiors. Die Arbeit ›plan–stadt–platte‹1 zielt darauf ab, Schrumpfungsprozesse und damit einhergehende Veränderungen der sozialen Strukturen anhand des leipziger Plattenbauviertels Grünau mit Hilfe bildnerischer Mittel zu reflektieren. Der Fokus liegt dabei auf der Frage nach gesellschaftspolitischen Utopien spätmodern geprägter (Plan–) Städte beziehungsweise Stadtviertel, deren urbaner Struktur modulare (Platten–) Bauweisen zugrunde liegen. Im Zentrum der Fragestellung steht der Zusammenhang spezifischer, nach Außen gerichteter repräsentativer Ästhetik und den damit verbundenen politischen Utopien – ergänzend dazu soll die Untersuchung alltäglicher, persönlich dominierter Lebens– und Handlungsräume stehen, die die Rahmenbedingungen für kollektive gesellschaftliche Identität(en) in einer konstruierten Umwelt bilden.

Die ersten Mobiltelefone hatten Kameras eingebaut und Gottfried fing an damit rumzuspielen. Dabei enstand 2005 die am Rechner zusätzlich digital überzeichnete Serie ›nouvelle vague‹1, eine mobile fotografische Stadterkundung Leipzigs.

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»Auf der Seite noch kurz hochgeschaut.«

2005

 

Als Ergebnis des 2005 an der Universität Leipzig und HGB stattgefundenen interdisziplinären Seminars Die Antiquiertheit des Menschen / Maschinenphantasien1 enstanden im folgenden Jahr die zusammengehörenden Theoriearbeiten ›List der Maschinen - Programme als Betrüger‹1 und Tierpräparate als Simulatoren1. Im Jahr davor setzte er sich 2004 mit ›Pierre et Gilles “Vorschau, Durchblick und Nachsicht“‹1 sowie ›Über Constantin Meuniers Einfluß auf die Photographie‹1 theoretisch auseinander.

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»Produktiv sein.«

2004–03

 

Im Kulturbundhaus Leipzig stellte Gottfried Binder 2004 unter dem Titel ›Bildschirmarbeit‹1 eine Zusammenstellung von computerbearbeiteten Photographien aus. Davor waren im Jahr 2003 Schwarz–Weiß–Drucke dieser Motive als ›Lichtbilder‹1 in der Leipziger Dönerfachbude Sinbad ausgestellt.

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»Alles zusammen und auch alles so.«

2002

 

Gottfried Binder zog 2002 von Bayern nach Sachsen und setzte sein Studium der Philosophie und Kunstgeschichte sowie das Nebenfach Indologie an der Universität Leipzig fort.

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»Es kann jetzt doch nicht sein.«

2001

 

An der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg studierte er ab 2001 Philosophie, Indogermanistik und Kunstgeschichte als Fortsetzung eines begonnenen Fernstudiums an der Universität Hagen. Einziges Phantomdokument dieser Zeit ist die nicht mehr auffindbare Arbeit ›Jakob von Uexkülls Blasenmodell anhand einer Laus erläutert‹1 sowie ein ebenso verschollenes Textfragment1 zu Christopher Nolans Film Memento.

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»Wie Marx sich den Kapitalismus vorstellte.«

2001

 

2001 kehrte Gottfried nach dem Aufenthalt in England in die Nürnberger Region zurück, wo er sich glücklicherweise erfolglos für ein Kunststudium bewarb. Zu dieser Zeit machte er ein Praktikum bei einem Stahlbauunternehmen, als Werbefotograf und Mitarbeiter eines sogenannten Dritte–Welt–Ladens. Im selben Jahr gewann die Videoarbeit ›prisma‹1 den alternativen Preis des Alternativen Medienfestivals Berlin1. ›prisma‹1 ist ein früher Arbeitsstreifen für das Rohmaterial für ›ensó round:one‹1 von 2007, aber mit dem Originalton.

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»Plätze haben ihre Momente.«

2001–00

 

Nach dem Abitur begab sich Gottfried auf Europareise, begann Fahnenflucht und arbeitete 2000 bis 2001 als Pfleger für Menschen mit körperlicher Behinderung in Streatham, im Süden Londons; dort begann er sich nebem einem Kopierer im Hinterzimmer einer Wohnung in Battersea, während der Arbeit ›utopmania‹1 auszudenken. Während der Zeit in London enstanden 2001 auf einem Bankkalender das Zeichenbuch San Felix1 und 2000 das Collagenbuch Bed Time Stories1.

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»Sagen Sie es mir.«

2000–1996

 

Davor machte er 2000 sein Abitur in Nürnberg, wo er von 1991 bis 2000 am Hans–Sachs–Gymnasium zur Schule ging und erste Texte schrieb. Um den gymnasialen Zweig anstreben zu können, folgte nach der Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland die Wiederholung der fünften Klasse der Grundschule.

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»2016 bis 17.«

1995

 

1995 gewann Gottfried Binder den ersten Platz der Telekom für die Gestaltung des Telefonbuchumschlages1 für den Großraum Nürnberg.

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»An der Schule angekommen, zu früh aufgehört heute.«

1990

 

Kurz nach dem Sturz des sozialistischen Regimes 1990, zog Gottfried mit Mutter und Großvater vollständig nach Deutschland, gingen monatelang den bundesweiten Weg der sogenannten Auffanglager durch Kasernen und temporäre Sozialunterkünfte, bis sie zu dem vorher aus Rumänien über Serbien geflohenen Vater stoßen konnten und in Nürnberg seßhaft wurden.

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»Nicht von Anfang an.«

1989

 

Zwischen multi—ethnischem, breit gefächertem kulturellem Flair einer grenznahen sozialistischen Kleinstadt und zugleich isolierter deutschtümelnder Ländlichkeit, verbrachte er bis Ende 1989 seine frühe Jugend.

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»Vor der Realisierung.«

1979–

 

Bevor Gottfried Binder 1979 an einem Donnerstag in Detta in einer damals zumeist deutschsprachigen Gegend im Banat in Rumänien geboren wurde, war es noch Sommer und es dauerte ein halbes Jahr bis es wieder Winter wurde.


     

1 Quellenangabe: Titel. Institution, Ort Datum. Zusatz.

2222. 1 Quellenangabe: Titel. Institution, Ort Datum. Zusatz.

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1.1 Quellenangabe: Titel. Institution, Ort Datum. Zusatz.

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1. 1 Quellenangabe: Titel. Institution, Ort Datum. Zusatz.

 


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